Der Körper als Ressource
Somatik aus dem englischen „Somatics“ bezieht sich auf eine Reihe von Embodiment oder Verkörperungspraktiken, Therapien, Lehransätzen und Bewegungsmethoden, die die wahrgenommene Körpererfahrung in den Vordergrund stellen und den Körper als zentralen Ausgangspunkt für Lernen und Entwicklung nutzen. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort „soma“ ab, was „lebender Körper“ bedeutet.
Im Mittelpunkt von Somatics steht die Erkundung der Wechselbeziehungen zwischen Körperwahrnehmung, Gefühlen und Gedanken sowie die Nutzung des Körperbewusstseins als Mittel zur Steigerung der Selbstwirksamkeit, Ressourcenbildung, Kreativität und Handlungsfähigkeit. Diese Praktiken fördern ein tieferes „Embodiment“, also ein intensiveres und bewussteres Erleben und Integrieren des eigenen Körpers und des In-der-Welt-Seins.
Einige etablierte Somatische Methoden umfassen beispielsweise die Feldenkrais-Methode, Alexander-Technik, Body-Mind Centering, Erfahrbarer Atem nach Middendorf oder Continuum.
Diese Methoden können sowohl therapeutisch zur Behandlung spezifischer mentaler oder körperlicher Beschwerden als auch pädagogisch zur allgemeinen Verbesserung der körperlichen und mentalen Gesundheit eingesetzt werden. Sie finden breite Anwendung in Bereichen wie Tanz, Schauspiel, Fitness, Systemischer Arbeit, dem Umgang mit Konflikten, Sexualität, gesundheitlicher Prävention und in der allgemeinen Selbstfürsorge.
